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Palma de Mallorca, 11.11.04

Ein Besuch im ländlichen Mallorca auf den Routen der Gaumengenüsse

Der Herbst ist Erntezeit, auch auf Mallorca. Nachdem die Winzer gerade eine der besten Traubenernten der letzten Jahre eingefahren und bereits in die Fässer gebracht haben, stehen jetzt die Mandel- und vor allem die Olivenernte auf dem Programm. Doch Wein, Olivenöl und Mandeln sind nicht die einzigen lokalen Produkte mit Ursprungsbezeichnung. Die Regierung der Balearen hat auch in diesem Jahr wieder die Routen der Gaumengenüsse – Agrorutas del Buen Gusto – ins Leben gerufen, um sowohl Einheimischen als auch Gästen die Vielfalt der heimischen Nahrungsmittel nahezubringen. Wer erst einmal die Sobrassada, den mallorquinischen Käse, das Öl oder den Wein probiert hat, kommt schwerlich wieder davon los. Viele der Produkte werden auch nach Deutschland exportiert. Im Dezember eröffnet das Ministerium für Handel und Industrie der Balearen ein Büro in Bad Honnef, das den Export der Produkte der Inseln nach Deutschland unterstützen soll.

Überall auf Mallorca sieht man zur Zeit Menschen auf dem Land, die mit langen Stöcken Oliven- und Mandelbäume bearbeiten. Es handelt sich um die traditionellen Erntemethoden, bei denen die Früchte mit Hilfe langer Stöcke von den Ästen geschlagen werden und in auf dem Boden ausgebreitete Netze fallen. Aus den Mandeln wird zum großen Teil das traditionelle Weihnachtsgebäck Turrón hergestellt, aber auch in anderen Bereichen der mallorquinischen Küche sind die Mandeln ein fester Bestandteil.
Die Oliven werden in Ölmühlen verarbeitet. Das kaltgepresste Olivenöl aus den auf Mallorca verwurzelten Sorten Mallorquina, Arbequina und Picual ist eine echte Delikatesse und eines der Grundnahrungsmittel der mediterranen Küche.

Besuche in traditionellen Ölmühlen
Das Olivenöl besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Ein eigens zu diesem Zweck eingesetzter Rat des Landwirtschaftsministeriums der Balearen überwacht die Einhaltung der Kriterien, die das Öl erfüllen muss. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Säuregehalt des Öles nicht die 0,8 Grad überschreiten darf. Überall auf Mallorca findet man die traditionellen Ölmühlen, die tafones, die sich zum großen Teil noch in Familienbesitz befinden. Die meisten dieser Mühlen, mit viel Liebe zum Detail und zu den ländlichen Traditionen wieder aufgebaut, sind zu besichtigen und verkaufen auch das selbstgemachte Öl. Aufgrund der Tatsache, dass die meisten teilweise jahrhundertealten Olivenbäume in den gebirgigen Gegenden der Serra de Tramuntana wachsen, wird dort auch traditionell das meiste Olivenöl produziert. Die bekanntesten Ölproduzenten sind die Dörfer Caimari, wo Ende November die sogenannte Olivenmesse stattfindet, und Sóller. Aber auch andere Gegenden Mallorcas, sowohl in den Bergen als auch auf dem flachen Lande, haben die Traditionen wieder entdeckt und stellen das köstliche, grün-gelbe Öl her.

Ölmesse in Caimari
Einer der Höhepunkte des Jahres für die Ölproduzenten ist die Ölmesse im Dorf Caimari, die am 20. und 21. November stattfindet. Zwei Tage lang kann man hier Oliven und Öl probieren und kaufen, sich über den Herstellungsprozess informieren, die Ölmühlen von Caimari besichtigen und die Unterschiede der Ölpressung früherer Zeiten und von heute kennenlernen.

Die Routen der Gaumengenüsse
Um den lokalen Produkten zu mehr Bekanntheit zu verhelfen, aber auch, um Besuchern und Einheimischen einen Einblick in die Produktionsmethoden zu geben, hat die Regierung der Balearen auch in diesem Jahr wieder die Routen der Gaumengenüsse ins Leben gerufen (www.illesbalearsqualitat.com). Dabei haben die Besucher die Möglichkeit, die verschiedenen Weinanbaugebiete und Weinkeller zu besichtigen, die Arbeit in einer Ölmühle kennenzulernen, die Herstellung von Käse und Sobrassada (Paprikawurst) zu sehen oder durch ökologische Agrarbetriebe geführt zu werden. Außerdem fahren jeden Samstag zwei Busse von Palma aus eine der fünf Routen ab. Diese Führungen, die von der Regierung organisiert werden, sind kostenlos, finden jedoch nur in spanischer Sprache statt (Anmeldung: 00 34 971 177 100 oder 00 34 971 177 092).

Mallorca auf deutschen Tischen
Öl, Sobrassada, Wein, Käse und ein langes etcetera sind typische Produkte Mallorcas, die auch in Deutschland immer mehr Anklang finden. Wer einmal bei einem Besuch auf der Insel auf den Geschmack gekommen ist, kann seine Lieblingsprodukte zum Teil auch in Deutschland erwerben. Um den Export von Produkten der Balearen nach Deutschland zu fördern und Kontakte zwischen deutschen und balearischen Unternehmen herzustellen, eröffnet die Regierung der Balearen am 1. Dezember ein Büro in Bad Honnef. Diese Niederlassung des Konsortiums für die wirtschaftliche Entwicklung der Balearen (CDEIB) soll als Plattform für unternehmerische Kontakte dienen, wie der Repräsentant des Konsortiums, Georg Christoph Weimert, erklärt. Aber auch Privatpersonen können sich an das Büro des CDEIB wenden, um sich zu informieren, wo in Deutschland man Produkte aus Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera erhalten kann (www.CDEIB.de).


Weitere Informationen zu den mallorquinischen Produkten: www.productebalear.net


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Fomento del Turismo, Charlotte Miller,
Tel +34 971 725 396, Fax +34 971 713 540
e-mail: info@fomentmallorca.org


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